Über das Verlieren.

Börsenyoga – Die Kunst mit Geld glücklich zu sein.
Über das Verlieren.

Die letzten Tage habe ich hohe Verluste erlitten.
Meine zwei „Franzosen“ und größten Depotpositionen Carbios (von 43 Euro auf 30 Euro) und McPhy (von 32 auf 21), sind richtig unter die Räder gekommen.  
Und?
Weiter?

Verlieren ist wie Gewinnen, nur umgedreht.

Übe das Loslassen in den kleinen Dingen. Du verlierst ein Buch, (eine Überzeugung), einen Freund.
Ein Freund stirbt. Ein enger Freund stirbt.
Eine Person die Du liebst stirbt. Ein Verwanter. Deine Eltern. Dein Kind.
Du verlierst Deine Gesundheit. Du verlierst Dein Leben.

Was macht der Verlust von ein paar Euro wenn Du den Verlust eines geliebten Menschen dagegenhältst? Wenn Du den Verlust von kleinen Beträgen lernst zu akzeptieren, dann werfen Dich auch größere Verluste nicht aus der Bahn.

Lerne die Perspektive zu wechseln.
Ok, da ist Verlust. Habe ich morgen nichts mehr zu essen? Muss ich nun auf der Straße wohnen? Sind die Menschen für die ich Verantwortung übernommen habe in Gefahr?
Das ist selten der Fall. Falls doch, solltest Du Dir professionelle Hilfe rufen.

Und einmal bewusst Deinen Atem wahrnehmen.
Wie atmet es gerade‘?

Der Atem ist nichts das Du machen musst. Zum Glück, sonst würdest Du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr leben. Das erste was Du machst wenn Du auf die Welt kommst ist atmen. Genau wie das letzte. Ganz von alleine. Es atmet sich selbst. Das große Geheimnis des Lebens. Egal wie Du es nennst. Gott, Shiva, Allah, Jesus. Alle verweisen auf eins: Das was Dich atmen lässt. Also nimm Deinen Atem doch einmal bewusst wahr. Wie atmet es gerade? Könnte es sein, dass Dein Atem nach einem Verlust etwas beschleunigt ist? Vielleicht sogar leicht hektisch? Flach? Dann hol nun ein mal ganz bewusst tief Luft. Mit dem Ausatem lass alles raus, was Dich gerade so hektisch, flach, beschleunigt macht.

Und nochmal.
Und nochmal.
Vielleicht kommt dazu etwas wie „Einatmen. Dieser Moment.“
„Ausatmen. Guter Moment.

Im Asien sagt man, „Wenn Du es eilig hast gehe langsam.“ Oder „mache einen Umweg“. Dieser bewusste Atem ist der Umweg, der Dich langsamer gehen lässt und dadurch schneller an Dein Ziel bringt.

Das gilt im täglichen Leben. Genau wie an der Börse.
Diese Gelassenheit ist genau das, was den erfolgreichen Anleger vom Erfolglosen unterscheidet.

Was meinst Du ist wichtig, wenn ein Unfall oder ein Crash geschieht? Es ist wichtig Ruhe zu bewahren. Genau deshalb ist es im Rahmen meines BörsenYoga’s erst einmal wichtig die Muster und Blokaden beim Thema Geld zu klären und in die Ruhe und Gelassenheit zu kommen.

Ich kenne Menschen, die haben selbst in den größten Aufschwungphasen Geld verloren. Und absolute Neulinge, die meine Tesla Empfehlung seit 30 Euro immer noch halten.

Diese Gelassenheit hat mir selbst auch lange gefehlt. An der Börse und vor allem später in der Kunst, wenn ich vor hunderten oder tausenden Menschen auftreten durfte.
Sie war der Grund, warum ich die meine Börsentätigkeit minimiert und mich der Kunst zugewendet habe. Doch auch da war es nicht besser. Ich machte mich von Umständen im Außen abhängig. Von Wertschätzung, Erfolg, Kursverläufen.

Nach meinem Burn Out ging ich 2007 den Jakobsweg. Seitdem habe ich mich mit Wegen und Tools beschäftigt, die mich/ uns gelassen sein lassen. Und glücklich.

Ich bin gerade sehr glücklich!
Und was ist mit den Verlusten?
Ich nehme sie wahr, aber sie kümmern mich nicht wirklich.
Ich weiß: Abgerechnet wird zum Schluss.
Und. Das was ich bin ist unberührt davon.

Wer am absoluten Höhepunkt verkauft, hat einfach Glück.
Wer die Gewinne laufen lässt und immer mal wieder abgleicht, ob der Trend noch intakt ist (trotz temporärer Verluste) und erst bei einem Trendbruch verkauft. Das ist der Meister.

Soll ich euch etwas verraten?
Ich habe mich bei Carbios zu 16 Euro und bei McPhy zu 7 Euro beteiligt. Beides ist noch nicht lange her. Der Trend geht nach wie vor nach oben. Und das ist die Hauptsache.

Wie ist bei Dir der Trend?
Wie gehst Du mit den Ausschlägen in Deinem Leben um?
Wie gehst Du mit Verlusten um?

Wie mit Gewinnen?
Genau genommen habe ich keine Verluste gemacht. Die Gewinne sind geschmolzen. That’s all and that’s life. Enjoy it!

Was bleibt ist Dankbarkeit!
Mit dem Fokus auf Dankbarkeit für das was ich gewinne, das was ich habe, und vor allem das was ich vor all den menschlichen Dramen bin.
Nicht für das was ich verliere (selbst wenn das einmal etwas weit Wichtigeres als Geld sein sollte).
Hier, mit diesem Fokus ist es nur logisch, dass die Aktien mir Gewinne bescheren und viel wichtiger noch, ein gutes Gefühl geben.

Das liegt sicher auch an meinem NEÖ Fokus:

Mc Phy ist in der Wasserstoffbranche tätig, Carbios hat eine spannende Technologie die dazu beitragen könnte, dass wir nicht weiter in Müllbergen versinken. Mit Hilfe von Enzymen könnte es gelingen PET nachhaltig zu entsorgen. Carbios macht noch keine Umsätze, es ist eine Wette auf die Zukunft. Mit einem Investment stellt man der Firma Risikokapital zur Verfügung. Das kann sich vermehren. Es kann auch weg sein… Aktuell würde ich nicht kaufen. Ich lasse den Fluss jedoch erstmal weiter laufen…

Meine aktuelle Investmentidee ist das Augsburger Unternehmen Tube Solar. Sehr markteng, da nur im Düsseldorfer Freiverkehr gehandelt. Also wenn dann nur limitiert ordern und in kleinen Positionen. Aber vor einem eventuellen Investment schau Dir erst mal die HP an. Spannend, oder?
https://tubesolar.de/

Mag sein, dass irgendjemand ein Haar in der Suppe findet, warum das Produkt nicht neö ist. Das was ich gelesen habe scheint für viele Probleme mit denen Mensch und Natur konfrontiert sind sehr hilfreich zu sein. Ernährung, Wasserverbrauch, Energieentwicklung, Autarkie und vor allem geht hier wie bei anderen PV Anlagen kein Land verloren.

Spannend, oder? Ja, dann beobachte den Wert, sei offen für die News die Dir in dem Zusammenhang begegnen.
Schau mal bewusst nach den Risiken: Bei Tubesolar ist der Wirkungsgrad nicht ganz so gut und der Preis etwas höher. Das kann sich schnell ändern, nicht ins Gewicht fallen, aber auch dafür sorgen dass es keine/wenig Nachfrage gibt…

Erst wenn Du Fakten gesammelt hast und immer noch ein gutes Gefühl hast, dann übernimm die Verantwortung für Dich, Dein Geld und die Welt. Falls Du dann ordern willst, dann fang mit einer kleinen Position an. Läuft es bei der Firma und im Kurs, dann kannst Du immer noch nachlegen.

Und wenn nicht? Orientiere Dich an Deinem Gefühl. Wie ist es in die Firma investiert zu sein? Möchte ich der Firma wirklich mein Geld für ihr Wachstum zur Verfügung stellen? Was wäre, wenn die Firma scheitert und das Geld weg ist? Wenn das Verlustrisiko scheust, es Dir Angst macht. Dann widme Dich erst Deiner Angst. Zieh die Reisleine, lass Dich „aus-stoppen“ (Stoploss zur Verlustbegrenzung)

Bis die Angst überwunden ist gibt es sicherere Anlagemöglichkeiten. Es gibt Microkreditefonds, defensive Aktienfonds, defensive Aktien, Edelmetalle (NEÖ?), und vieles mehr…
Und, ja, das Finan-ZEN Coaching. Gemeinsam stellen wir uns der Angst, Du wirst frei…

Egal was Du machst: steh dazu und schau dass Du ein gutes Gefühl hast!
Ein gutes Gefühl das aus Dir heraus kommt und nicht durch die Manipulation Deines Finanz-Beraters.

Was meinst Du?

Viele Grüße

Alexander Prier.
BörsenYoga. Coaching. „Die Kunst mit Geld glücklich zu sein.“
Ich freu mich über Dein Feedback: gamechanger@finan-zen.net

Letztendlich ist es weder die Börse noch das jeweilige Unternehmen, was das Schicksal des Anlegers bestimmt. Es ist der Anleger selbst. (Peter Lynch)

Börsenyoga. Über Scheinheiligkeit.

Wenn es den Banken heute schlecht geht oder die Kurse ein bisschen abstürzen, dann schreien alle: „Oh, was für eine Tragödie, was sollen wir jetzt tun?“. Wenn aber Menschen und Kinder hungern oder krank sind, dann passiert nichts. Das ist die Krise, die wir heute haben. (Papst Franziskus)

Das erste mal, dass ich einen Papst zitiere. Aber ich bin bei ihm. Wieso scheint Wirtschaft, Profit, Business das Wichtigste auf dem Planeten zu sein? Für mich ist das ganz klar nicht so! Und doch habe ich das Gejammere der Menschen die den „anderen Weg“ eingeschlagen haben auch echt satt. Da wird das andere Extrem gelebt. Da ist Geld oft schlecht und man darf dementsprechen nicht viel verdienen. Gleichzeitig lebt man im Mangel und ist neidisch. Auf die die vernünftig Geld verdienen. „Die werden auch schon noch auf den Weg kommen.“ Auf welchen bitte? Dass Geld in aktuellen System lebensnotwendig ist? Gerade wenn man Verantwortung übernommen hat und eine Familie gegründet hat? Dass Geld eigentlich eine neutrale Energie ist? Dass es alleine an Dir liegt was für eine Bedeutung und Richtung Du ihm gibst?

Ich habe 13 Jahre in einer Askese gelebt und hatte fast keinerlei Einnahmen.
Gleichzeitig war ich traurig und wütend, dass meine doch so wertvolle Arbeit der Persönlichkeitsentwicklung so wenig wertgeschätzt wird.
Nein, es ist nicht die Arbeit die nicht wichtig genommen wird. Ich habe sie / mich nicht wichtig genommen. Seit ich dieses Muster erkannt und transformiert habe läuft es wieder. Und wie. Die Samen der letzten 25 Jahre beginnen Früchte zu tragen. Ich habe in den letzten Wochen durch bewusste, kluge Anlageentscheidungen mehr verdient als in den letzten 13 Jahren zusammen. Ich kann absolut dazu stehen. Zum einen habe ich eine Familie zu ernährten zum anderen steht mein Grundsatz. Auch jetzt habe ich nur in Werte investiert, die meinem Gefühl nach die Welt ein wenig besser machen. Für uns und unsere Kinder.
Om.
Alexander Prier. Börsenyoga und Finan-ZEN Coaching

PS: Auch mein Coachingmuster hat sich in den letzten Monaten seit ich wieder aktiv an der Börse bin gedreht. Ich widme nun bewusst 75 % meiner Arbeit für Weiterbildung (Marktrecherche, Ausbildungen, Bücher) und die 25 % meiner Zeit die ich für Coaching freihalte, sehe ich als etwas besonders wertvolles. Ich bin mir bewusst, nicht nur ich bin dankbar für jeden Menschen den ich in seiner Entwicklung begleiten darf. Auch er kann das sein…

Ridin‘ the bull. Über Präsenz.

Jetzt und Hier, das Beste in Dir!
Wenn ich gefragt werde was die wichtigste Eigenschaft ist um an der Börse erfolgreich die Wellen (den Bullen) zu reiten, gleich ob als Trader oder Investor, egal ob man kurz oder langfristig orientiert ist. Dann fällt mir die Antwort sehr leicht:
Es ist präsent zu sein.
Wenn Du ganz im Moment bist, dann bist Du achtsam. Du nimmst wahr was gerade passiert und bist flexibel. Du hältst Dich nicht an dem fest, was Du irgendwann über einen Wert, eine Branche, einen Markt gehört hast. Du nimmst jetzt und hier wahr was gerade ist. Und welche Entscheidung jetzt stimmig ist.
Im Moment steht Dir mit etwas Übung auch Dein Bauchgefühl (genau genommen Dein Körperbewusstsein) zur Verfügung. Und damit nicht nur die 15 % des Eisbergs der über dem Wasser ist und auf den Du Dich normalerweise beschränkst. Ja, ab sofort auch die 85 % die eigentlich unter dem Wasser sind und Dich bisher immer unbewusst gesteuert haben.

Aktuell zeigt sich diese „konzentrierte Entspanntheit“ im Sektor der Wasserstoffwerte. Die Fundamentaldaten mögen nicht herausragend sein. Diese beziehen sich auf die Vergangenheit. An der Börse wird die Zukunft gehandelt. Und so wundert es bei den globalen Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, nicht dass die Werte seit Monaten bevorzugt eine Richtung kennen. Die nach oben.
Der neutralste Gradmesser ist der Chart. Und der ändert sich permanent. Und doch lassen sich daraus gewisse Muster und Strukturen erkennen.

Übrigens auch in Deinem täglichen Leben.
Vielleicht magst Du die Chance nutzen und Dich einfach einmal fragen: Wo stehst Du Dir mit Unflexibilität und dem Festhalten an alten Mustern selbst im Weg?
Privat? Beruflich?

Ich freu mich über Dein Feedback.
Bis dahin, einen tollen Tag Dir!
Namaste.
Alexander
www.alexanderprier.de
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PS: Hier zwei konkrete Aktienideen:
Die nächsten Tage bin ich besonders gespannt auf die Entwicklung der GLOBAL FASHION GROUP. Einer unserer Börsenyogis, unser Langfristanleger der Aktien gerne bis zur Rente hält und damit auch schon einige Tenbagger gelandet hat (ua hat er gerade zum ersten mal einen Teil seiner Hypoport Aktien mit über 3000% Gewinn verkauft) versucht mir den Wert seit Monaten ans Herz zu legen. Damals bei Kursen um 1-2 Euro hat es mich nicht wirklich interessiert. Durch die Ad Hoc in dieser Woche, dass der Break Even durch den Lock Down deutlich schneller als erwartet schon jetzt erreicht ist könnte eine Neubewertung stattfinden.
Von einer Firma die in einer unattraktiven Branche und in schwierigen Märkten tätig ist, nur Verluste schreibt, Charttechnisch im Abwärtstrend ist und den Börsengang versemmelt hat. Hin zu einer Perle aus dem Rocket Internet Portefolio. Nach Hellofresh, Zalando und Delivery Hero eine neue Chance die auch jetzt bei 3 Euro noch deutlich unter dem 2019 angedachten Emisssionspreis von bis zu 8 Euro liegt, durch ihr Plattform Model gerade in Krisen profitiert und in Wachstumsmärkten der Platzhirsch ist. Und im Chart eine wunderbare weisse Kerze ausgebildet hat.

Ethisch könnte man sich nachwievor die Frage stellen, ob durch ein Investment der Klamottenladen vor Ort gefährdet wird. Hier bei uns nicht, da sich die Firma auf Emerging Markets konzentriert. Ein Einklauf bei Amazon (oder Zalando) ist da sicher mehr zu hinterfragen. Ich bin gestern jedenfalls mit einer kleinen Position rein. Gute Geschäfte euch!
Wie man prinzipiell die Rolle von Rocket sieht, warum die Werte erst einmal deutlich unter den Emissionspreis gefallen sind, und warum das verständlicherweise ein fader Beigeschmackt entsanden ist, das wird Thema in einem der nächsten Blogs sein. Aktuell boomt die Branche. Home 24 hat im Juli übrigens auch mit guten Zahlen überrascht und den Break deutlich früher erreicht als geplant. Kann man auch mal beobachten…