Börsenyoga. Über Scheinheiligkeit.

Wenn es den Banken heute schlecht geht oder die Kurse ein bisschen abstürzen, dann schreien alle: „Oh, was für eine Tragödie, was sollen wir jetzt tun?“. Wenn aber Menschen und Kinder hungern oder krank sind, dann passiert nichts. Das ist die Krise, die wir heute haben. (Papst Franziskus)

Das erste mal, dass ich einen Papst zitiere. Aber ich bin bei ihm. Wieso scheint Wirtschaft, Profit, Business das Wichtigste auf dem Planeten zu sein? Für mich ist das ganz klar nicht so! Und doch habe ich das Gejammere der Menschen die den „anderen Weg“ eingeschlagen haben auch echt satt. Da wird das andere Extrem gelebt. Da ist Geld oft schlecht und man darf dementsprechen nicht viel verdienen. Gleichzeitig lebt man im Mangel und ist neidisch. Auf die die vernünftig Geld verdienen. „Die werden auch schon noch auf den Weg kommen.“ Auf welchen bitte? Dass Geld in aktuellen System lebensnotwendig ist? Gerade wenn man Verantwortung übernommen hat und eine Familie gegründet hat? Dass Geld eigentlich eine neutrale Energie ist? Dass es alleine an Dir liegt was für eine Bedeutung und Richtung Du ihm gibst?

Ich habe 13 Jahre in einer Askese gelebt und hatte fast keinerlei Einnahmen.
Gleichzeitig war ich traurig und wütend, dass meine doch so wertvolle Arbeit der Persönlichkeitsentwicklung so wenig wertgeschätzt wird.
Nein, es ist nicht die Arbeit die nicht wichtig genommen wird. Ich habe sie / mich nicht wichtig genommen. Seit ich dieses Muster erkannt und transformiert habe läuft es wieder. Und wie. Die Samen der letzten 25 Jahre beginnen Früchte zu tragen. Ich habe in den letzten Wochen durch bewusste, kluge Anlageentscheidungen mehr verdient als in den letzten 13 Jahren zusammen. Ich kann absolut dazu stehen. Zum einen habe ich eine Familie zu ernährten zum anderen steht mein Grundsatz. Auch jetzt habe ich nur in Werte investiert, die meinem Gefühl nach die Welt ein wenig besser machen. Für uns und unsere Kinder.
Om.
Alexander Prier. Börsenyoga und Finan-ZEN Coaching

PS: Auch mein Coachingmuster hat sich in den letzten Monaten seit ich wieder aktiv an der Börse bin gedreht. Ich widme nun bewusst 75 % meiner Arbeit für Weiterbildung (Marktrecherche, Ausbildungen, Bücher) und die 25 % meiner Zeit die ich für Coaching freihalte, sehe ich als etwas besonders wertvolles. Ich bin mir bewusst, nicht nur ich bin dankbar für jeden Menschen den ich in seiner Entwicklung begleiten darf. Auch er kann das sein…

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